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Wandern in Hongkong im Januar 2001
   

Anfang Januar 2001 verbrachte ich auf meinem Weg nach Australien 4 Tage in Hongkong. Übernachtet habe ich im Hotel Royal Pacific, das sehr zentral in Kowloon am Kowloon-Park liegt und für Hongkonger Verhältnisse ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat. Die Leute da sind auch wahnsinnig nett, wenn man sich den Knöchel verknackst hat. Aber Achtung: bestellt Euch bloss niemals in der Hotel-Lobby einen Kaffee. Überhaupt, kommen wir erstmal zum Unangenehmen in Hongkong. Es ist, teilweise auch wegen des Dollar-Kurses, furchtbar teuer. Die Preise sehen im ersten Moment aus wie Österreichische Schilling - und dann paßt es auch einigermaßen. Aber nein, in Wirklichkeit ist alles doppelt so teuer ...

... und jetzt zu den angenehmen Seiten. Beim Angucken der ersten Hongkong-Reiseführer habe ich erstaunt festgestellt, Auf dem Hongkong Traildaß man in Hongkong ausgezeichnet wandern kann, sogar auf Hongkong-Island gibt es einen Trail, den Hongkong-Trail, der als Wanderweg ausgeschildert ist und mehrere Tage in Anspruch nimmt. Außerdem kann man auf den kleinen vorgelagerten Inseln wunderbar wandern, hier gibt es auch Fischerdörfer, in denen von der Enge, dem Lärm und der Hektik Hongkongs nichts zu bemerken ist. Für einen ersten Überblick ist diese Karte gut geeignet.

   

Nachdem ich um 8 Uhr morgens mit der Cathay auf Hongkongs neuem Flughafen gelandet war, bin ich gleich am Nachmittag in einer knappen Stunde mit der Fähre von Central aus auf die Insel Cheung Chau gefahren. Es war extrem diesig - leider hat sich das während der 4 Tage nicht geändert.
Cheung Sang ist eine recht kleine Insel, auf der man aber schön spazierengehen kann. Am Ufer an der Anlegestelle gibt es viele Restaurants - den Fisch kann man (lebend) in kleinen Läden kaufen und zum Restaurant mitnehmen oder auch erst dort bestellen.

Sampan im Hafen von Cheung Chau Fischladen an der Uferpromenade
Badestrand von Cheung Sang
   

Am nächsten Tag bin ich mit der Zahnradbahn auf den Viktoria-Peak gefahren und nach dem "Gipfel"-Rundweg auf dem Hongkong-Trail nach Aberdeen abgestiegen. Diese Hunde-Toilette ist übrigens öfter zu finden.
Vom Victoria-Peak hat man einen guten Blick in die New Territories - wenn die Sicht klar ist. Ich konnte froh sein, daß Kowloon noch schemenhaft zu erkennen war.

Hundetoilette am Victoria Peak Blick auf die Hochhäuser von Hongkong
   

Die Befestigung steiler Hänge ist sehr pragmatisch gelöst. Dies Verfahren habe ich sehr oft gesehen.
In ca. 400 m Höhe zieht der Hongkong-Trail Richtung Aberdeen, teilweise ist kaum etwas von Hongkong zu sehen, nur weit entfernte Straßengeräusche sind zu hören. Die Vögel zwitschern, alles ist grün, ich denke nichts Böses und folge dem Pfad um eine Ecke und plötzlich sind da die Hochhäuser von Aberdeen, mitten dazwischen ist noch ein alter, großer Friedhof mit Blick aufs Meer zu erkennen - ich steige durch den Wald zu den obersten Hochhäusern ab. Mit der Hilfe von freundlichen Chinesen ist es kein Problem, die Bushaltestelle und den richtigen Bus zurück zu finden.
Der Busfahrer läßt mich an der Station, die dem Man Mo-Tempel im Western District am nächsten liegt raus, erklärt mir genau den Weg und läßt mich zur Sicherheit nochmal alles wiederholen - und ich muß alles richtig aussprechen ;-)

Hangbefestigung
Blick vom Hongkong-Trail auf die Trabantenstadt Aberdeen
   

Am Mittwoch habe ich die Heritage Tour gemacht, eine von der HKTA (Hongkong Tourist Association) angebotene 5-stündige Bus-Tour in die New Terrotories.
Als erstes haben wir den Man Mo Tempel in der Stadt Tai Po angeguckt. Opfer werden teilweise durch das Abbrennen von Räucherstäbchen bzw. korbähnlichen Gebilden aus dem gleichen Material dargebracht. Glücklicherweise ist der Tempel in der Mitte offen (Vorschrift des "Feng shui"), sonst würde es mit der Luftversorgung problematisch.
Direkt vor dem Tempel ist ein traditioneller chinesicher Bazar mit Geschäften für alle Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Man Mo Tempel in Tai Po Freiluft-Apotheke mit toten Tieren und kleinen lebenden Skorpionen
Metzger in einer Ladenstraße in Tai Po
   

Dann ging es weiter zum Tal von Lam Tsuen mit einem Tin Hau Tempel und den sog. "Wishing Trees". Eine Papierrolle, an der eine mit einem Faden befestigte Orange hängt (als Anker), muß so auf einen Zweig geworfen werden, daß sie oben bleibt. Dabei muß man sich etwas wünschen. Wenn die Papierrolle oben bleibt, wird der Wunsch erfüllt. Es sind beliebig viele Versuche erlaubt - ich warte immer noch auf die Erfüllung meines Wunsches...

Wishing Tree
   

Danach haben wir die Tang Ahnenhalle (Ancestral Hall) besichtigt, die zu Ehren der Tang-Dynastie errichtet wurde. Direkt daneben befindet sich das "LoWai Walled Village", das erste befestigte Dorf, das vom Tang Clan gebaut worden ist. Die Nachkommen der Familie leben hier immer noch.

Umgebung des Lo Wai Walled Village
   

Anschließend haben wir das "Tai Fu Tai Mandarin's Mansion" besichtigt, das zeigt, wie hochrangige Mandarinen früher gelebt haben. Auch die Außenmauern sind verziert, teilweise leider beschädigt. In Hongkong bleibt es den Eigentümern historischer Gebäude selbst überlassen, diese für die Öffentlichkeit zu bewahren.

Fassade von Tai Fu Tai Mandarin's Mansion
   

Am letzten Tag meines Hongkong-Aufenthalts habe ich einen Ausflug nach Lamma-Island unternommen. Diese Insel ist wesentlich größer als Cheung Chau, es gibt die 2 Ortschaften Yung Shue Wan und Sok Kwu Wan (und ein großes, häßliches Kraftwerk). Ich bin mit der Fähre von Kowloon nach Central und von dort aus nach Yung Shue Wan gefahren. Dieser Ort ist in einem Reiseführer als Relikt aus der Hippie-Zeit beschrieben und genauso hat er auch auf mich gewirkt. Nicht sehr chinesisch, die Atmosphäre war ähnlich wie in Thamel in Kathmandu/Nepal; d.h. auf alle Fälle, dass es schöne Cafés und Restaurants gibt :-).
Ich bin über die Hügel nach Sok Kwu Wan gewandert. Kurz vor dem Ort kann man an der schmalsten Stelle der Insel auf die westliche Seite an einen schönen Strand gehen.

Fähre von Kowloon nach Hongkong, im Dunst
Häuser am Rande von Yung Shue Wan
Hügellandschaft auf Lamma-Island
   

Dort gibt es einen schönen Tin Hau Temple und am Ufer ein großes Fisch-Restaurant neben dem anderen. Von hier aus gibt es auch eine direkte, schnelle Fährverbindung nach Aberdeen. Da ich aber am gleichen Abend noch nach Australien weiterfliegen wollte, bin ich wieder zurückgegangen, dabei an einer zwar weitab, aber schön gelegenen Jugendherberge vorbeigekommen und mit der Fähre nach Central zurückgefahren. Am frühen Abend habe ich dann noch ein paar Aufnahmen von Hongkong bei Nacht gemacht, dabei nicht auf den Weg geachtet und mir gewaltig den Knöchel verknackst...

Blick auf Sok Kwu Wan Tua Hin Tempel
Blick auf Hongkong bei Nacht
   
Ich wäre gerne auch noch auf Lantau gewandert, hätte mir dort auch gerne den buddhistischen Tempel angeguckt, aber dafür hat die Zeit nicht mehr ausgereicht.
Auch die Halbinsel Sai Kung soll sehr schön sein, dort gibt es anscheinend auch hüttenähnliche Unterkünfte für Wanderer.
Die Webseite der HKTA enthält viele Informationen und Links. Die Unterlagen können auch per E-Mail bei der HKTA in Frankfurt angefordert werden, unter anderem werden auf Anfrage die Broschüre "Five Walks" und das Buch "Exploring Hong Kong's Countryside:A Visitor's Companion" kostenlos zugeschickt. Das Buch gibt es auch beim HKTA in Hongkong, da kostet es allerdings was.
Mir ist es in Hongkong weder beim HKTA noch in Buchläden gelungen, vernünftige Wanderkarten aufzutreiben. Irgendwo auf Hongkong Island soll es eine staatliche Stelle geben, wo Karten erhältlich sind ...
Ja, und nicht zu vergessen die Bäckerei mit den selbstgebackenen, noch warmen Chocolate-Cookies, an der man vorbeikommt, wenn man von Hongkong-Island nach Kowloon mit der Fähre fährt und den oberen Eingang wählt - kann man schon von weiterm riechen.
Für eine deutsche Einführung ist die Seite der INM Asienreiseführer gut geeignet.
   
 
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Letzte Änderung am 29.06.2003
© 2001-2003 Monika Huk