Pfauenfenster - Baktapur/Nepal Monika's Homepage  
 
 
 
 
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Ortlergebiet und Schnalstal im September 2001
   

Im September 2001 machten wir uns zu siebt Richtung Ortler auf, das waren Doris und Dieter und ich aus München und Umgebung, Anke, Thomas (wir fünf haben uns 1996 in Nepal beim Langtang-Trekking kennengelernt) und Fritz (Ankes Vater) und sein Freund Horst aus dem Norden Deutschlands. Schon die Anreise an einem Samstag erwies sich als nicht unproblematisch, da am Fernpass ein LKW umgekippt war, wir (die Münchner) wieder umkehrten und über den Zirler-Berg zum Reschenpaß fuhren - derweil die Norddeutschen in einem Restaurant ein ausgiebiges Mittagessen genossen ... und das Handy abgeschaltet hatten. Trotzdem schafften wir es irgendwie, im Abstand von wenigen Minuten gegen 18 Uhr in Sulden am Parkplatz der Gondel zur Schaubachhütte anzukommen.

   

Abends sind wir noch auf einem breiten Forstweg zur Schaubachhütte (2573 m) aufgestiegen. Wir waren die einzigen Gäste, haben 2 schöne Mehrbettzimmer und ein gutes Abendessen bekommen. Allerdings lag auch schon die Schaubachhütte im Schnee, außerdem haben wir erfahren, daß wir unsere Runde auf keinen Fall wie geplant gehen konnten, da der Übergang über das Königsjoch zum Refugio V Alpini nicht mehr gangbar ist (zumindest nicht für Normal-Hochtouristen...).
Daraufhin kam Alternativ-Plan 1 zum Einsatz - wir beschlossen, am nächsten Tag über das Madritschjoch zur Zufallhütte zu gehen.

Gleich geht es los! von links (mit Selbstauslöser): Dieter, Horst, Fritz, Anke, ich, Thomas, Doris
Am nächsten Morgen: Fritz vor der Schaubachhütte
Anke, Thomas und ich kurz nach der Schaubachhütte
   

Am Sonntag Morgen machten wir uns in Schnee und Nebel auf. Je höher wir kamen, desto tiefer wurde der Schnee, desto unsichtbarer der Weg und dichter der Nebel. Trotzdem sind wir ohne Probleme über das Madritschjoch (3123 m) zur Zufallhütte (2265 m) durchgekommen. Als wir ankamen, war die Gaststätte voll belegt - abends waren wir wieder die einzigen Gäste und haben uns die Zeit mit dem Kartenspiel "Schwimmen" vertrieben. Wir beschlossen, trotz des immer noch nicht besonders guten Wetters am nächsten Morgen Richtung Rif. Casati aufzubrechen.

Kapelle bei der Zufallhütte)
Vor der Zufallhütte: von links Doris, ich, Horst, Thomas, Fritz, Dieter
   

Am Montag Morgen hat Fritz beschlossen, abzusteigen. Die Restmannschaft ist durch ein sehr schönes Tal in Richtung Casati-Hütte losmarschiert. Zuerst war auch alles noch schneefrei, dann hat der Schnee wieder angefangen, wurde immer tiefer, der Weg immer unsichtbarer, die Wolken dichter und die Casati-Hütte (3269 m) war nicht zu sehen.
Im Großen und Ganzen war die Lage nicht allzu erfreulich, wir befürchteten, es würde plötzlich total zuziehen und beschlossen, wieder zur Zufallhütte zurückzugehen und dort noch eine Nacht zu verbringen. Dann hat es auch noch einiges an Neuschnee gegeben. Da für den nächsten Tag schönes Wetter angesagt war, beschlossen wir, wieder zurück zur Schaubachhütte zugehen ... den Weg kannten wir ja bis jetzt nur im Nebel.

Dieter und Thomas: ja wo ist er denn, der Weg ... und wenn mal die Wallis-Bilder ins Netz kommen - da gibt es ein ähnliches Bild ;-)
Rif. Casati irgendwo im Nebel ...
   

Am Dienstag morgen war endlich einmal wirklich gigantisch gutes Wetter. Doris wollte nicht noch mal über das Madritsch-Joch, ist abgestiegen und hat sich wieder mit Fritz zusammengetan; wir wollten uns per Handy wieder zusammentelefonieren. Die Restmannschaft von 5 Leuten hat sich mit zunehmend guter Laune auf den Weiterweg gemacht. Endlich einmal Sonne und Wärme (alles ist relativ). Wir hatten befürchtet, daß der Anstieg zum Madritschjoch wegen des Neuschnees der letzten 2 Tage schwieriger sein könnte, das war aber nicht der Fall; wir haben auch den Weg ohne Probleme wiedergefunden. Auf dem Madritschjoch beschlossen Anke, Thomas und ich noch einen Abstecher auf die Hintere Schöntaufspitze (3324 m) im Norden des Jochs zu machen. Auf dem Weg sind zwei kleine, schneebedeckte Steilstufen und Anke beschloss, lieber umzukehren. Abgesehen von den Steilstufen war der Anstieg unproblematisch und vom Gipfel hat man einen sehr schönen Rundblick.
Am frühen Nachmittag waren wir wieder an der Schaubachhütte; dort haben uns schon Doris und Fritz erwartet. Da die Hütte mittlerweile geschlossen hatte und weil einfach zu viel Schnee lag, beschlossen wir abzusteigen, unser Quartier ins Schnalstal zu verlegen und uns mit Bergwanderungen zu begnügen. Kurz vor 18 Uhr waren wir im Fremdenverkehrsamt von Karthaus (1327 m) und in Karthaus gab es tatsächlich eine Vermieterin, die 3 Doppel- und 1 Einzelzimmer, alle mit Dusche, zu vermieten hatte. Zwar direkt neben der Kirche, aber nachts haben die Glocken nicht geläutet. Den Wecker konnten wir uns allerdings sparen ;-)

Blick in Richtung Madritschjoch
Blick zurück zur Zufallhütte
Kurz hinter der Zufallhütte
Brotzeit vorm Madritschjoch, endlich einigermaßen warm und Sonne
Blick auf Monte Zebru und Ortler
Auf der Hinteren Schöntaufspitze, von links: Königsspitze, Monte Zebru und Ortler
   

Am nächsten Tag war immer noch keine merkliche Wetterbesserung eingetreten. Trotzdem haben wir uns (bis auf Doris) auf den Weg zur Kreuzspitze (2484 m) gemacht. Diese Tour hatte den ganz großen Vorteil, daß sie direkt in Karthaus beginnt. Es geht ziemlich steil im Wald Richtung Klosteralpe (2152 m) nach oben. An der Klosteralpe haben sich Fritz und Horst von uns verabschiedet und haben erstmal die Gastfreundschaft des Alm-Wirtes in Anspruch genommen. Wir sind zu viert bei schlechter werdendem Wetter (Regen und immer mehr Schnee dazwischen) weiter Richtung Kreuzspitze, die wir dann auch überraschend schnell erreicht hatten. Dann erst stellten wir fest, daß diesmal der offizielle Gipfel bei weitem nicht der höchste Punkt des Berges war. Also sind wir im Schnee auf ziemlich glatten Blöcken bis zum höchsten Punkt des Berges (2575 m) und dann auf der anderen Seite abgestiegen. Ganz einfach war es bei diesen Verhältnissen nicht, aber wir sind gut wieder runtergekommen und dann auch erstmal bei der Alm eingekehrt. Fritz und Horst waren schon abgestiegen, wir haben uns vor die Hütte gesetzt (ab und zu kam mal die Sonne raus) und Brotzeit gemacht.
Abgestiegen sind wir über die Forststraße, weil wir unseren Knien den steilen Abstieg nicht zumuten wollten.

  Vor der Klosteralpe
  Rast bei der Klosteralpe - und wohin jetzt?
  Im Schneefall auf der Kreuzspitze (Selbstauslöser)
  anscheinend hat es Spaß gemacht ;-)
  Blick auf Karthaus beim Abstieg
   

Am Donnerstag sind Dieter und ich auf die "Punta della Vedretta" (3269 m, "Im Hinteren Eis") gestiegen, während die anderen eine Tour um den Vernagt Stausee gemacht haben. Leider hatten Dieter und ich keinen Photo-Apparat dabei. Mit dem Bus (der regelmäßig ca. stündlich verkehrt) sind wir bis zum Talschluß nach Kurzras gefahren und dann auf einem guten Weg auf die "Schöne Aussicht" (2842 m) hochgestiegen, teilweise in dichtem Nebel, teilweise in der Sonne. Von der Hütte aus hat man eine gute Aussicht auf das Gletscher-Skigebiet.
Wir sind weiter auf's Hintere Eis Richtung Norden gestiegen. Der Anstieg ist relativ sanft, genau das richtige bei diesen Bedingungen. Der Schnee war auch noch nicht sehr tief und Steigeisen haben wir keine benötigt. Vom Hinteren Eis aus hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Gletscher und Gipfel um uns herum (in näherer Umgebung Weißkugel, Langtauferer Spitze, Finailspitze, Similaun). Wir waren gerade noch rechtzeitig auf dem Gipfel, jetzt kam eine dichte Nebelwand von Westen und es hat dann erst am Abend wieder aufgemacht. Beim Abstieg haben wir noch einmal auf der "Schönen Aussicht" Pause gemacht, sind dann den Aufstiegsweg wieder abgestiegen und mit dem Bus nach Karthaus zurückgefahren.

Die Stirnwand unserer Pension
Thomas vor unserer Pension
Kirche von Karthaus
   

Für unseren letzten Tag hatten wir uns als Tour einen Teil des Meraner Höhenwegs ausgesucht. Diesmal waren alle dabei und das Wetter hat auch mitgemacht. Mit den Autos sind wir nach Katharinaberg (1245 m) gefahren. Von dort sind wir erst recht sanft, dann immer steiler, aber immer sehr schön, auf die Obere Mairalm (2095 m) gestiegen. Das ist eine wirkliche alte, urige Alm, von der man eine sehr schöne Aussicht hat - es gibt Brotzeit und selbstgemachte Säfte. Anschließend sind wir über die Dickeralm abgestiegen, bis wir den Meraner Höhenweg erreicht haben. Auf diesem sind wir nach Katharinaberg zurückgewandert.
Am nächsten Morgen haben wir uns früh auf den Weg gemacht, haben noch etwas italienisches Essen eingekauft und sind über den Brenner wieder zurück gefahren.

Auf dem weg zur Oberen Mairalm
Obere Mairalm
Fritz und Horst kurz vor Katharinaberg
   

Obwohl unsere geplante Tour ins Wasser - bzw. in den Schnee - gefallen ist, haben wir das beste daraus gemacht. Karthaus ist ein sehr schönes Dorf, das einen Besuch lohnt. Und das Restaurant gleich am Eingang vom Marktplatz links (der Kirche am nächsten gelegen) ist ohne Einschränkungen empfehlenswert :-) Gleiches kann man von Kurzras, das am Ende des Tales liegt, nicht sagen. Dort wurden schon vor Jahren einige Bausünden begangen ... und unterhalb der Schönen Aussicht werden auch noch neue Skilifte gebaut.

Die Bilder habe ich alle von Anke, Thomas, Horst und Fritz bekommen. Blick auf Katharinaberg

Folgende Links habe ich noch zum Thema gefunden:

 
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Letzte Änderung am 29.06.2003
© 2001-2003 Monika Huk