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Sabine und ich sind im Juli 2000 eine Woche lang im Gran Paradiso Nationalpark gewandert. Dabei sind wir eine ähnliche Strecke gegangen, wie sie auch der DAV Summit Club in seinem Angebot hat.
Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, es war zwar recht kühl, aber fast immer hat die Sonne geschienen. Wir sind mit der Bahn (Nachtzug) von München aus über den Brenner und Mailand nach Aosta gefahren und sind dort am frühen Samstag-Nachmittag angekommen.
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Am Samstag haben wir uns noch die Stadt mit den vielen alten römischen Bauwerken angeguckt und auch dort übernachtet.
Das Fremdenverkehrsamt ist direkt im Zentrum von Aosta, es hat auch am Wochenende geöffnet. Es gibt aber so gut wie keine Informationen über die Wege im Nationalpark. |
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Am späten Sonntag vormittag sind wir mit dem Bus über eine enge Bergstraße nach Cogne gefahren. Von dort aus ging's zu Fuß weiter über Valnontey zum Rifugio Vittorio Sella (2584 m).
Am nächsten Morgen haben wir früh gefrühstückt und waren auf dem Weg zum Col Lauzon (3296 m) plötzlich mitten in einer Steinbock-Herde. Auf der anderen Seite des Cols sind wir nach Degioz (1400 m) abgestiegen und haben dort dort im Hotel "Nationalpark" übernachtet.
In dem dortigen Besucher-Zentrum gibt es leider kaum Informationen über die Wege, auch keine Wanderkarten. |
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Am nächsten Morgen sind wir mit dem Bus nach Pont (1960 m) gefahren und von dort nach steilem Anstieg durch das weite Nivolet-Tal zu den Nivolet-Seen gewandert. Übernachtet haben wir in der privaten Savoia-Hütte (2532 m). |
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An diesem Tag haben wir bei schönem, aber kühlem Wetter einen Tagesausflug auf den M. Taou Blanc (3438 m) gemacht. Kurz nach dem Beginn des eigentlich Gipfel-Anstiegs kommt eine kurze, unübersichtliche Steilstufe, danach geht es einfach zum Gipfel. Auf dem Rückweg haben wir noch an den vielen Seen Brotzeit gemacht. |
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Am Donnerstag sind wir über den Col Rosset (3023 m, der Summit Club geht hier über den vergletscherten Col de la Nivolettaz) zum kleinen Rif. Benevolo (2285 m) gewandert. Am Nachmittag habe ich bei Nieselregen noch einen Ausflug zum Truc S. Elena gemacht. Im Winter können von dieser Hütte aus auch schöne Skitouren unternommen werden. |
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Am Freitag sind wir über den Col Bassac Déré (3082 m) zum Rif. M. Bezzi (2284 m) gewandert. Vom Col aus haben wir noch einen Abstecher auf die Bocca della Traversière (3337 m) gemacht. Nach dem Pass muß man sich an ein Band oberhalb der Felsen halten und sich an bald sichtbaren Steinmännchen orientieren - andernfalls wird es eine recht unangenehme Kraxelei am Gletscherrand ... |
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Am Samstag sind wir von der Hütte aus direkt nach Valgrisenche am Lago di Beauregard abgestiegen und mit dem Bus zurück nach Aosta gefahren. Von dort aus sind wir mit der Seilbahn zum Lago di Chamolè hochgefahren und zur neuen Arbolle-Hütte gewandert (2500 m). Unser Ziel war es, als Abschluß am Sonntag den Monte Emilius (3559 m) zu besteigen. |
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Am Sonntag morgen hat es teilweise geregnet, auch in den Regenpausen hat es nicht aufgeklart und wir haben uns entschieden, gleich abzusteigen. Dabei sind wir noch in ein Gewitter gekommen und klatschnaß geworden. Am Abend sind wir mit dem Nachtzug zurück nach München gefahren und sind dort am frühen Montag morgen angekommen. |
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Diese abwechslungsreiche Tour hat uns beiden sehr gut gefallen.
Die Übernachtungen sollten im voraus reserviert werden. Am Nivolet-See gibt es außer der privaten Savoia-Hütte das Rif. Città di Chivasso. Während die Benevolo-Hütte recht klein ist und alle sanitären Anlage außerhalb der Hütte sind, sind das Rif. M. Bezzi und die Arbolle-Hütte (5-Gang-Menü!) schon fast zu komfortabel für Alpenvereinshütten.
Handy-Empfang ist in den Tälern bzw. Tal-Hütten möglich, während der Wanderung jedoch nicht.
Sowohl die Telefon-Nummern der Hütten als auch die Fahrzeiten der Busse sind im Fremdenverkehrsbüro in Aosta erhältlich.
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