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Für den vorletzten Sonntag im Juli hatte ich mir mit Dieter mal wieder die Alpspitze vorgenommen (ein erster Versuch über Kreuzeck - mit Mountainbike - und Schöngänge hatte letztes Jahr am Oberkar geendet...); dieses Mal wollten wir über die Höllentalklamm, den Rinderweg und die Alpspitz-Ferrata auf den Gipfel und über das Matheisenkar absteigen; eine Tour, über die ich vorher zu meiner Mutter am Telefon sagte: 'ich weiß nicht, ob mir die Tour die ganze Zeit gefallen wird - aber hinterher wird es dann toll gewesen sein' - prophetische Worte ....
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Daß es ein wunderbarer Tag wird, war schon um 6 Uhr offensichtlich, als wir uns auf dem Parkplatz an der Autobahn-Ausfahrt Wolfratshausen trafen. Über Garmisch-Partenkirchen sind wir nach Hammersbach (760 m) weitergefahren und dort um 7 Uhr losmarschiert. Zuerst gings durch die Höllental-Klamm, dann haben wir bei der Höllentalangerhütte (1387 m) nochmal Pause gemacht. Danach ging es weiter über den sehr gut angelegten Rinderweg auf die zugehörige Scharte. Hier ist man mit einer Höhe von über 2100 m schon auf der Höhe des Osterfelderkopfes. Während des ganzen Aufstiegs gab es immer wieder herrliche Ausblicke nach Norden und zur Zugspitze mit dem Zugspitzgletscher. |
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Nach einem kurzen Abstieg nach der Scharte haben wir vorsichtshalber unser Klettersteig-Set angelegt und sind über die Alpspitz-Ferrata auf den Alpspitz-Gipfel (2628 m) gestiegen. Die ganzen Negativ-Berichte über diese Ferrata hatten immerhin den Vorteil, daß ich sie mir noch wesentlich schlimmer und vernagelter vorgestellt habe, als sie letztendlich ist. Eigentlich hat es richtig Spaß gemacht ;-)
Gleichzeitig hat auf dem Osterfeldkopf eine Bergmesse stattgefunden. Es ist zwar total kitschig, zu den Klängen von "La Montanara" bei strahlendem Wetter den Klettersteig hochzuklettern, aber es hat was ... |
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Von der Alpspitze aus hatten wir einen traumhaften Ausblick in alle Richtungen - Fernsicht ohne Ende. Allerdings war ich nach den 1900 hm eigentlich doch schon ziemlich fertig, auch wenn ich es selber gar nicht so richtig gemerkt habe. Dieter hatte mir vorher von dem Abstieg durchs Matheisenkar erzählt, aber eigentlich nur das lange Klettersteig-Stück als nervend erwähnt. Wird schon nicht so schlimm sein, dachte ich mir. |
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Nun ja, zuerst geht's leicht abwärts über den Grat Richtung Zugspitze - auch schon mit ein paar Kletterstellen, aber nicht weiter tragisch. Dann ab der Grieskarscharte geht es einen Klettersteig steil auf einem Grat abwärts ins Matheisenkar. Eigentlich auch recht harmlos - hier haben wir uns allerdings gesichert. Ja, und wie gesagt - ich war ja doch schon recht fertig und dann folgten mindestens 500 hm in steilem, steinig, schuttigem Gelände - es gibt nichts Schlimmeres, Sicherungen waren auch weit und breit keine mehr zu sehen und so fit war ich ja nun auch nicht mehr (erwähnte ich das schon?) ...; nun, über die Zeit, die ich bis zur Hütte gebraucht habe, möchte ich mich nicht näher äußern. Nur noch kurz: auf der Höllentalangerhütte gab es als einziges vegetarisches Essen Spaghetti mit Butter und Parmesan - es hat himmlisch geschmeckt; das Auto erreichten wir in tiefer Dunkelheit. |
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Aber so im Nachhinein war es doch eine tolle Tour ;-)
Folgende Links habe ich noch zum Thema gefunden:
Von der Alpspitze aus gibt es noch andere Abstiegsmöglichkeiten - z.B. über Oberkar und Nordwandsteig zur Osterfelderbahn (und von dort mit der Bahn oder zu Fuss), oder über Oberkar und Schöngänge (klettersteigähnlich) und dann entweder zur Osterfeldbahn oder über die Hochalm zur Kreuzeckbahn.
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